Muttermale
Muttermale / Nävi
Fast alle Menschen haben Muttermale oder Nävi, wie sie in der Fachsprache heissen. Im Prinzip kann jede Hautstruktur Muttermale bilden. Am häufigsten sind die braunen Pigmentmale; die Anzahl ist individuell verschieden, so auch die Farbe, Grösse und Form je nach Muttermal-Typ. Sie können hell, dunkel, flach oder knotig sein. Die einzelnen Nävus-Typen haben jeweils charakteristische Merkmale, anhand derer man sie meist gut identifizieren kann.
Die sehr häufigen, braunen Nävi werden aber aus speziellen so genannten Nävuszellen gebildet. Bei den melanocytären, aus den Pigmentzellen der Haut gebildeten Muttermalen sollte man besonders vorsichtig sein. Manchmal können sich Initialstadien eines schwarzen Krebses dahinter verbergen.
Je nach Zeitpunkt des Auftretens unterscheidet man angeborene und erworbene Pigmentmale. Die Angeborenen sind entweder schon bei der Geburt vorhanden oder treten in den ersten Lebensmonaten auf. Sie sind deutlich seltener als erworbene Muttermale.
Die Erworbenen treten im Verlauf des Lebens auf. Die Gesamtzahl hängt von genetischen Faktoren, vom Hauttyp und von der UV-Belastung der Haut ab. Das Melanom-Risiko steigt mit der Anzahl erworbener Muttermale.
Dysplastische oder s.g. atypische Nävi haben ein deutlich erhöhtes Melanom-Risiko. Solche Nävi sind meist grösser als 5 Millimeter, unregelmässig geformt, mit teilweise unscharfen Rändern. Sie weisen zwei oder mehr Farbtöne auf. In atypischen Muttermalen können sich manchmal auch Melanom-Vorstufen verbergen.
Feuermale
Häufig, besonders bei Kindern, sind auch die roten Feuermale. Sie entstehen durch dicht liegende, erweiterte Kapillaren unter der Haut, auf Grund genetischer Faktoren. Feuermale müssen aber nicht vererbt sein. Die Ausdehnung kann sehr unterschiedlich sein, manchmal beträchtlich. Gelegentlich können auch umgebende Strukturen mitbeteiligt sein. Gefährlich werden sie aber nie. Dank der modernen Laser-Technologie können Feuermale heute fast ohne Narben entfernt werden. Bei Kleinkindern ist eine medikamentöse Therapie manchmal von Nutzen. Sollte es immer wieder zu Blutungen aus dem Feuermal kommen, muss rasch interveniert werden.
Neben diesen häufigen Muttermalen gibt’s es eine grosse Anzahl weiterer Nävus-Typen, welche meist viel seltener sind und von denen in den meisten Fällen kein Risiko ausgeht.
Diagnose
Meist geben Farbe, Ausdehnung und Ort der Muttermale bereits Hinweise auf den Typus der Male. Bei unklarem Befund kann das oberflächliche Abtragen, gefolgt von einer feingeweblichen Untersuchung, die Diagnose erleichtern. Bei grösseren Nävi oder bei einer erhöhten Gesamtzahl sollten regelmässige Kontrollen verbunden mit Auflichtmikroskopie durchgeführt werden. Auch Patienten mit Hautkrebs in der Familie sollten sich regelmässig untersuchen lassen. Vielfach führt DermaCentrum einen digitalisierter BodysScan oder eine Fluoreszenzdiagnostik zur Bestimmung der UV-Belastung der Haut durch.
Therapie
Für die Entfernung von Muttermalen steht uns im DermaCentrum eine breite Palette therapeutischer Optionen zur Verfügung. Einige müssen chirurgisch entfernt werden, andere lassen sich mit dem Laser oder der Radiosurgery schonend beseitigen. Je nach Lokalisation, Grösse und Muttermaltyp beraten wir Sie betreffend der geeigneten Methode, um ein möglichst optimales ästhetisches Ergebnis zu erhalten.