Photodynamischen Therapie (PDT)
Was ist die PDT?
Bei der photodynamischen Therapie (PDT) handelt es sich um ein Verfahren zur Behandlung von Hautkrebs und Hautkrebsvorstufen. Die Methode beruht darauf, dass sich lichtempfindliche chemische Stoffe, sog. Photosensibilisatoren, in verändertem Gewebe besonders stark anreichern, die dann durch eine Lichttherapie aktiviert werden und Zellen zerstören.
Bei welchen Hautkrankheiten wird die PDT eingesetzt?
Typischerweise wird die PDT bei Hautkrebsvorstufen und oberflächlichen Basaliomen (weißer Hautkrebs) am Körper sogenannte Rumpfhautbasaliomen, eingesetzt.
Wie funktioniert die PDT?
Auf krankhaft veränderte Haut wird der Wirkstoff 5-alpha-Aminolävulinsäure (5-ALA) in Cremeform aufgetragen. 5-ALA ist in diesem Fall der „Photosensibilisator“, aus dem sich in den kranken Zellen Porphyrine bilden, die photoaktiv sind und unter der Lichttherapie hochwirksamen Sauerstoff bilden.
Die Creme verbleibt für circa 3 Stunden unter einem lichtundurchlässigen Pflaster oder Verband. In dieser Zeit reichert sich der Wirkstoff in den kranken Zellen an, während die gesunden Zellen ihn kaum aufnehmen. Das ganze Hautareal wird dann mit einer Speziallampe, die blaues Licht erzeugt, bis zu 20 Minuten belichtet. Das Licht sucht sich die kranken Zellen mit der angereicherten Aminolävulinsäure und zerstört sie, indem Photosensibilisator, Licht und Sauerstoff in der Zelle miteinander reagieren.
Handelt es sich um gefährliche „Strahlen“?
Das Licht des PDT-Gerätes als auch die Spezialcreme sind ungefährlich. Es handelt sich um reines Licht, also nicht um radioaktive oder UV-Strahlung.
Welche Nebenwirkungen treten auf?
Während der Lichtbehandlung sollte der Patient die Augen durch Schließen oder eine Brille schützen. Unter der Lampe kann die Haut warm werden, die behandelten Stellen können zudem kribbeln, stechen oder auch richtig schmerzen. In manchen Fällen werden wir Ihnen empfehlen, ein Schmerzmittel einzunehmen, welches wir Ihnen beim Auftragen der Creme mitgeben werden. Sollte dies nicht reichen, werden wir während der Behandlung ein kühlendes Spray anwenden. Wir sind während der Therapie immer erreichbar und lassen sie nicht alleine.
Die Haut wird in den Stunden nach der Behandlung anschwellen, sich röten, einen Schorf oder auch feine Eiterpusteln bilden. Dies ist eine Reaktion, die jedoch gewollt ist und auch den Erfolg der Behandlung anzeigt. Wenn starke Reaktionen zu erwarten sind, werden wir Ihnen eine beruhigende Creme zur Nachbehandlung mitgeben. Ihre normale Tages- und Nachtpflege dürfen Sie weiterhin verwenden.
Wie muss man sich nach der Behandlung verhalten?
Da die Haut auch nach der Behandlung noch lichtempfindlich ist, werden wir die betreffend Stellen, bevor Sie aus der Praxis gehen, wieder abdecken. Bis zum nächsten Tag, sollten Sie die Pflaster belassen und nicht ins Freie bzw. an die Sonne gehen. Die Reaktion wird sich sonst mit dem Tageslicht noch verstärken, ähnlich einem Sonnenbrand.
Es dauert durchschnittlich 7-10 Tage bis der Schorf abgefallen ist und die Wunde verheilt ist. Sobald die Stellen nicht mehr nässen, circa ab dem 3. Tag, kann ein Puder oder Make-Up zum Abdecken verwendet werden. Sie dürfen Ihr Gesicht ab dem 1. Tag nach der Behandlung auch vorsichtig waschen bzw. den Bart rasieren, reiben Sie jedoch nicht über die betroffenen Stellen.
Bis zu 8-12 Wochen nach der Behandlung sollten die Hautareale vor Sonnenlicht mit einem Sonnenblocker und einer Kopfbedeckung geschützt werden, damit die gesunde neue Haut keine Pigmentveränderungen bildet bzw. einen Sonnenbrand bekommt.
Wie oft muss die Behandlung durchgeführt werden?
Bei aktinischen Keratosen wird in der in der Regel eine, bei Basaliomen zwei Behandlungen durchgeführt.