Venenerkrankungen

Vielfach handelt es sich um ein optisch-ästhetisches Problem (Besenreiser), doch nicht selten können Venenerkrankungen auch medizinisch relevant werden. Krampfadern können ein unangenehmes Schweregefühl in den Beinen verursachen, sie können schmerzen, zu nächtlichen Wadenkrämpfen führen oder gar Beinödeme verursachen. In Spätstadien treten „offene Beine“ auf.

Im DermaCentrum klären wir zuerst ab, ob es sich bei der Erkrankung um primäre oder sekundäre Krampfadern handelt. Bei der primären Form liegt meistens eine Schwäche der Venenklappen vor. Im Gegensatz dazu entwickeln sich sekundäre Krampfadern auf dem Boden einer anderen Venenerkrankung. Meist ist dafür eine Thrombose in den tiefen Leitvenen verantwortlich.

Für die Behandlungsplanung ist entscheidend exakt zu erkennen, welche Venenabschnitte betroffen sind. Sind es die Hauptvenen, die Seitenäste oder nur die kleinen Venen in der Haut. Zur Abklärung stehen uns im DermaCentrum folgende Abklärungsmethoden zur Verfügung: Venendruckmessung, eine Pletysmographie und ein Duplex-Ultraschall.

Je nach Befund kommen folgende Therapie Verfahren in Frage:

 

  • Stripping = operatives Entfernen der oberfl. Hauptvenen meist in Narkose im Spital
  • Endoluminale Laser-Oblitaration = ambulant und in lokalen Betäubung wird die oberfl. Hauptvene „von Innen“ verschlossen.
  • Phlebektomie = durch kleine 2-4 mm lange Schnittchen werden ambulant in lokaler Betäubung kleinere Äste rausgezogen (Häkchen-Methode)
  • Sklerotherapie = Verschluss der Vene mittels eines Mikroschaums, welcher direkt in die Krampfader eingespritzt wird. Danach wird die Vene vom Körper abgebaut.
  • Laser-Koagulation = Verschluss der kleinen Gefässe und der Besenreiser durch die Haut mit hochenergetischen Strahlen. Die Laserenergie wird dabei selektiv nur in den Gefässen absorbiert.


Der DermaCentrum-Arzt klärt Sie über die Methoden, über die allfällige Vor- und Nachteile auf und erstellt Ihren Wünschen entsprechend den Behandlungsplan. Dabei legen wir Wert auch auf möglichst gute kosmetisch-ästhetische Ergebnisse. Die Behandlungen können entweder in unserem DermaCentrum ambulant durchgeführt werden, oder wir veranlassen eine Überweisung auf einen diesbezüglich spezialisierten Facharzt.

Damit Venenleiden nicht zu irreparablen Schäden führen, ist eine Früherkennung wichtig.

 

Krampfadern allgemein

Das System der Venen ist ein Netzwerk von Gefässen, welches aus oberflächlichen und tiefen Venen sowie deren Verbindungen (Perforansvenen) besteht.

 

Die Venen transportieren das Blut von der Peripherie zum Herzen zurück. Krampfadern, medizinisch Varizen genannt, sind krankhaft veränderte Venen dieses Systems.

 

Jede Vene, egal ob die oberflächlichen Hauptvenen als acu ihre Seitenäste oder gar kleine Venen in der Haut können sich zu Krampfadern / Varizen erweitern. Die kleinsten sind die s.g. Besenreiser, sind die oberflächlichen Hauptvenen betroffen, spricht man von Stammvarizen.

 

Die für die Behandlung der Beine wichtigsten Venen sind die Vena saphena magna (grosse Rosenvene) und die Vena saphena parva (kleine Rosenvene) mit ihren jeweiligen Seitenästen.

 

Entscheidend für die Behandlungsbedürftigkeit ist  der hämodynamische Zustand des Venensystems.  Dies kann apparativ gemessen werden: die digitale Pletysmographie gibt Auskunft über die venöse Drainage der Beine, mit der farbkodierten Duplexsonografie, können sowohl die oberflächlichen als auch die tiefen Venen unter Sicht untersucht, die Funktion der Venenklappen kann überprüft und die venöse Hämodynamik ausgemessen werden.

 

Der retikulären und der Besenreiservarikosis kommt häufig nur kosmetische Bedeutung zu, sie können aber auch ein Hinweis für darunterliegende - unsichtbare - grosse Krampfadern sein. Die Stammvenenvarikosis verlangt höchste Aufmerksamkeit, da diese unbehandelt Komplikationen verursachen kann und im fortgeschrittenen Stadium sogar lebensgefährlich ist (Gefahr der Thrombose und Lungenembolie). Die Diagnose einer Varikosis von medizinischer Bedeutung kann durch den Patienten selbst nicht gestellt werden, da die Blickdiagnose allein nicht genügt.. Besenreiser sind also ein möglicher Hinweis für darunterliegende Krampfadern. Deshalb sollte eine Besenreiservarikosis nicht als rein kosmetisches Problem verharmlost werden, sondern immer Anlaß für eine sorgfältige Untersuchung durch einen erfahrenen Phlebologen sein.

 

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